Drei Sektoren: Haushalte (arbeiten, konsumieren, sparen, zahlen Steuern), Produktionsfirmen (produzieren genau so viel, wie nachgefragt wird, und zahlen den Erlös als Löhne aus) und der Staat (gibt G aus, erhebt Steuern T). Das einzige Finanzaktivum ist Staatsgeld H (bar). Es gibt noch keine Banken.
Das ist der Kern: Gibt der Staat mehr aus, als er besteuert, entsteht neues Geld. Besteuert er mehr, als er ausgibt, verschwindet Geld wieder.
Genau dieses Geld landet als Ersparnis bei den Haushalten:
Und die zentrale Konsistenzbedingung — der „Lügendetektor" — ist, dass beide in jeder Periode exakt gleich sein müssen: ΔHHaushalte = ΔHStaat. Wir prüfen das oben live; die Abweichung ist null (bis auf Rechen-Rundung ~10⁻¹⁴).
Output ist nachfragebestimmt: Firmen produzieren, was gekauft wird.
Weil Konsum vom Einkommen abhängt und Einkommen vom Konsum, löst sich beides simultan:
Über die Jahre läuft das System in ein Gleichgewicht, in dem niemand mehr netto spart (ΔH = 0). Dann gilt G = T, die Geldmenge ist stabil, und das Einkommen steht bei:
Probier es aus: Bei G = 20 und θ = 20 % läuft Y gegen 100. Erhöhst du G, steigt das Gleichgewichts-Einkommen (der Staat „zieht" die Wirtschaft hoch); erhöhst du den Steuersatz θ, sinkt es. Die Konsumneigungen α₁, α₂ ändern nur das Tempo der Annäherung, nicht das Ziel.