Produziert wird mit Kapital und Arbeit: Output Y = Kapital / Kapitalkoeffizient (ν). Die Beschäftigung folgt aus Output und Produktivität: mehr Output → mehr Jobs. Die Produktivität wächst stetig (α ≈ 2,5 %/Jahr) und die Bevölkerung auch (β ≈ 2 %) — daraus ergibt sich ein realer Wachstumstrend von ~4,5 %/Jahr. Das ist das ehrliche reale BIP-Wachstum, nach dem du gefragt hast — es kommt aus Produktivität und Bevölkerung, nicht aus dem Geld.
Das Herzstück ist ein Wechselspiel wie bei Räuber und Beute:
Niemand drückt einen Knopf — das System kreist von selbst. Im Phasendiagramm rechts siehst du diesen ewigen Herzschlag: Die Wirtschaft umrundet ihr Gleichgewicht in einer geschlossenen Schleife. Jede Runde ist ein Konjunkturzyklus (~11 Jahre): Boom mit Vollbeschäftigung, dann Abschwung mit Arbeitslosigkeit.
Jetzt kommt der Finanzteil (Minsky): Im Boom investieren Firmen mehr, als sie an Gewinn haben — sie verschulden sich (Schuldenquote d steigt, rote Linie). Der Zins auf diese Schuld frisst Gewinn:
Schieb den Zinssatz r hoch: Die Zyklen werden heftiger — tiefere Rezessionen, höhere Schuldenberge. Bei niedrigem Zins atmet die Wirtschaft ruhig, bei hohem Zins schlägt sie wild aus. Genau das ist Minskys These: Finanzielle Stabilität erzeugt Instabilität, und der Zins ist der Verstärker. Das verbindet diese Stufe direkt mit deinem Geldsystem-Thema.