Zwei Menschen sparen fürs Alter: Anna ist 30, Bernd ist 63. Beide legen Geld an. Wer von beiden sollte einen deutlich höheren Aktienanteil haben?
Aktien haben die höchste erwartete Rendite — aber sie schwanken stark und können in einem Crash zeitweise 30–50 % verlieren. Ob du dir das leisten kannst, hängt nicht von deinem Mut ab, sondern von deiner Risikokapazität: Wie viel Zeit hast du, bis du das Geld brauchst?
Genau hier setzt der Glide Path an — ein Aktienanteil, der mit dem Alter langsam gleitet: jung hoch, nahe am Ziel niedriger.
Eine verbreitete Faustregel: Aktienanteil ≈ 110 − Alter. Zieh den Regler und beobachte, wie der Aktienanteil sinkt und Anleihen/Bargeld übernehmen — und lies, warum:
Über lange Zeit mitteln sich gute und schlechte Börsenjahre aus (siehe „Macht der langen Frist": σ pro Jahr sinkt mit √Zeit). Jung ist ein Crash also fast egal — du hast Jahrzehnte zur Erholung und kaufst sogar günstig nach.
Nahe am Ziel kippt die Logik: Jetzt zählt das Sequenzrisiko — ein schwerer Crash trifft dann dein größtes Vermögen und du hast keine Zeit mehr, ihn auszusitzen. Deshalb sicherst du das Erreichte schrittweise ab.
Tipp: Im 🔵 Geek-Modus steht das Sequenzrisiko — der eigentliche Grund, warum man nahe am Ziel absichert.