Zwei identische Fonds, beide erwirtschaften 7 % im Jahr. Einer kostet 0,2 % Gebühr pro Jahr, der andere 1,2 %. Nach 30 Jahren — wie viel kostet dich dieser eine Prozentpunkt Unterschied?
Beim Investieren kannst du die Rendite nicht steuern, aber die Kosten sehr wohl. Dazu zählen die laufende Gebühr (TER), Handelskosten, Spreads — und Steuern auf Gewinne. Jeder Prozentpunkt wirkt über die Jahre wie ein umgedrehter Zinseszins.
10.000 € einmalig angelegt. Stell Rendite, Gebühr und Laufzeit ein und sieh, wie die Schere zwischen „mit" und „ohne" Gebühr aufgeht:
Die Gebühr f senkt nicht nur einmalig, sondern jedes Jahr die Basis, auf der der Zinseszins arbeitet. Über 30 Jahre frisst 1 Prozentpunkt rund ein Viertel des Endwerts — der „umgekehrte Zinseszins". Costs are the only guarantee: die Rendite ist ungewiss, die Gebühr sicher.
Gewinne werden besteuert (in Deutschland aktuell grob 25 % Abgeltungsteuer + Soli, mit einem jährlichen Sparer-Pauschbetrag — bitte die aktuellen Regeln prüfen, das ist keine Steuerberatung). Wichtig fürs Verständnis: Steuerstundung hilft — wer Gewinne lange laufen lässt statt oft umzuschichten, lässt auch den noch nicht versteuerten Betrag weiter Zinseszins verdienen. Häufiges Hin und Her kostet doppelt: Gebühren und vorgezogene Steuern.
Tipp: Im 🔵 Geek-Modus stehen die Drag-Formel (1+r−f)^N, die SPIVA-Evidenz und warum Steuerstundung wie ein zusätzlicher Zinseszins wirkt.